Allgäus Tierwelt entdecken

Titelbild: Leo Schindzielorz – leofotografie.de

Allgäus Tierwelt entdecken – Kuh-Knigge und tierische Begegnungen beim Familienurlaub

Das klangvolle Läuten der Kuhglocken im Ohr, der neugierige Blick einer Ziege am Wegesrand: Erleben Sie während des Almsommers die faszinierende Tierwelt des Allgäus hautnah. Eine Wanderung durch die herrliche Natur rund um Oberstaufen ist ein Highlight für Familien und alle Tierliebhaber.

Wenn im Mai und Juni der Almsommer einkehrt, erwachen die Allgäuer Bergweiden zum Leben. Jungrinder, Mutterkühe und Kälber genießen die warme Jahreszeit in den Alpen – und für große und kleine Tierfreunde wird jede Wanderung zu einem respektvollen und spannenden Entdecker-Abenteuer. Es sind nicht nur Nutztiere, denen Sie auf Ihrer Tour im Allgäu begegnen. In der Bergwelt ist eine Fülle unterschiedlicher Wildtiere zu Hause. Von Frühjahr bis Herbst können Sie mit Ihrer Familie in der Region Oberstaufen die Tiere im Allgäu in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.

Eine Herde Allgäuer Braunvieh steht im Sommer auf einer Bergweide am Gschwender Horn neben einem asphaltierten Wanderweg.
Titelbild: Leo Schindzielorz – leofotografie.de

Allgäuer Kühe – Die sanften Riesen der Bergwiesen

Mai und Juni ist die Zeit der Almauftriebe. Dann dürfen die meisten Kühe und jungen Rinder auf die Almwiesen. Zunächst bleiben sie auf den tieferen Lagen. Später geht es auf die Almen oberhalb der Baumgrenze. Diese Art der Viehwirtschaft im Allgäu hat lange Tradition und viele Vorteile. Die Rinder erhalten ihr natürliches Futter und können sich frei bewegen. Beides gehört zur artgerechten Haltung. Kosten und Beschaffungsaufwand für Zusatzfutter entfällt. Gleichzeitig leisten die Tiere einen Beitrag für die Pflege der Almwiesen. Diese müssen nicht gemäht oder das Gras abtransportiert werden. Insbesondere für steinige Lagen ist das Abweiden durch Rinderherden ideal. Wenn im Herbst der Graswuchs nachlässt, beginnt der Almabtrieb. Den Winter verbringen die Kühe im Tal.

Die Milch der Allgäuer Kühe ist seit Jahrhunderten wichtige Nahrungsquelle für die Einheimischen. Zudem werden köstliche Spezialitäten daraus hergestellt. Das Futter spielt für die Milchqualität eine entscheidende Rolle. Gräser und Kräuter der Almwiesen stellen ein hochwertiges Kuhfutter dar. Das Ergebnis ist eine Milch mit besonderem Aroma. Sie ist Grundlage für die Milchprodukte der Region und verleiht dem Allgäuer Bergkäse seinen charakteristischen Geschmack. Der Begriff Allgäuer Bergkäse ist geschützt. Dies stellt sicher, dass er genau aus dieser Region stammt. Außerdem werden bei der Produktion festgelegte Qualitätsstandards eingehalten.

Der kleine Kuh-Knigge – Schutz und Respekt für das Tier

Heimische Rinderrassen wie das Allgäuer Braunvieh sind fester Bestandteil der Allgäuer Tierwelt. Die friedlichen Tiere sind mit Menschen vertraut. Dennoch gibt es bestimmte Regeln, damit Tier und Mensch gut miteinander auskommen. Wenn es geht, halten Sie bei Wandertouren Abstand zu Kühen. Das gilt insbesondere für Mutterkühe mit Kälbern. Bei ihnen ist der Schutzinstinkt stark ausgeprägt, wenn sich Unbekannte nähern. Jungtiere können neugierig sein. Doch sie sind auch temperamentvoll. Durch ungestüme Bewegungen besteht die Gefahr, dass sie Sie verletzen. Ältere Milchkühe reagieren gelassen. Manchmal kommen sie direkt auf Sie zu, um gestreichelt zu werden. Wenn sich ein Tier nähert, stellen Sie sich am besten leicht seitlich zur Bewegungsrichtung des Tiers. Kühe sehen schlecht, was direkt vor ihnen ist.

Bei einer Begegnung mit Allgäuer Kühen sollte man einige Dinge vermeiden. Lärm oder hektische Bewegungen machen selbst gelassene Tiere nervös. Ein Erinnerungsfoto ist etwas Schönes. Doch Selfies können riskant sein. Dabei behalten Sie die Kühe nicht im Blick. Reagiert ein Tier irritiert, merken Sie es vielleicht zu spät. Das Füttern fremder Tiere ist nicht erlaubt. Sie werden gut versorgt. Außerdem kann falsches Futter zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Sie Ihren Hund bei der Tour im Allgäu dabei haben, leinen Sie ihn rechtzeitig an. Falls er unruhig wird oder das Bellen anfängt, entfernen Sie sich ein Stück von der Herde, bis er sich beruhigt.

Meckern erlaubt – Ziegen als fleißige Kletterkünstler

Einige Regionen des Allgäus sind unwegsam. Hier machen sich Ziegen nützlich. Wie die Allgäuer Kühe helfen sie dabei, schwer erreichbare Grasflächen abzuweiden. Sie sind klein und beweglich. Hinzu kommt ihre Geschicklichkeit beim Klettern. Das erlaubt ihnen, selbst an steilen Hängen die Landschaftspflege zu übernehmen. Die genügsamen Tiere kommen in rauen Gegenden sehr gut zurecht. Gönnen Sie sich eine Pause, wenn Sie Ziegen während Ihrer Wanderung begegnen. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen.

Ziegen sind sehr neugierig. Möglicherweise möchten sie mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Dann ist es wichtig, dass Sie aufmerksam bleiben. Ziegen lecken gerne an Händen und Armen. Der salzige Schweiß ist eine gute Mineralstoffquelle für sie. Falls Sie Sonnenschutzmittel aufgetragen haben, sollten Sie die Tiere allerdings davon abhalten. Manchmal scharen sich mehrere Tiere um einen einzelnen Wanderer. Das kann unangenehm sein. In diesem Fall ziehen Sie sich langsam aber konsequent zurück. Hektische Bewegungen könnten bei den Ziegen zu unvorhergesehenen Reaktionen führen.

Drei neugierige Ziegen auf einer Bergwiese im Herbst mit Blick auf den im Tal liegenden Ort Oberstaufen.

Spielerisch die Natur entdecken: Mit Kindern die Tierwelt im Allgäu erkunden

Lassen Sie sich von der Neugier und Entdeckungsfreude der Kinder anstecken, wenn Sie im Allgäu wandern. Schnelligkeit ist dabei nicht gefragt. Wer sich Zeit nimmt und genau hinsieht, entdeckt viel mehr von der vielfältigen Tierwelt des Allgäus. Lebewesen gibt es überall. Beim Balancieren auf einem Felsen begegnen Sie vielleicht einer Eidechse. Beim Queren eines Bachs könnten es Libellen oder Frösche sein.

Schließen Sie die Augen und lassen sie die Tierlaute auf sich wirken. Das Summen von Bienen und Hummeln ist auf sonnigen Wiesen gut zu hören. Sie fliegen von Blüte zu Blüte, um mit reicher Ausbeute heimzukehren. Natürlich gehört der Gesang von Vögeln ebenfalls dazu. In den Bergen ertönt oft der Schrei von Greifvögeln, beispielsweise der des Steinadlers. Wenn Sie einen hören, versuche Sie ihn zu entdecken. Das ist eine kleine Herausforderung. Denn nicht alle Tiere möchten gern gesehen werden. Das gilt nicht nur für Vögel wie beispielsweise das Auerhuhn. Auch das Allgäuer Rotwild zieht sich schnell zurück, wenn es sich gestört fühlt.

Mehrere Allgäuer Milchkühe grasen an einem steilen Berghang am Kapf vor einer weiten Berg- und Talkulisse.
Titelbild: Leo Schindzielorz – leofotografie.de

Die Ferienwohnung: Ihr Zuhause während des Urlaubs im Allgäu

Ein erlebnisreicher Tag in den Bergen ist vorüber. Gönnen Sie sich danach einen angenehmen Abend in einer Königshäuser Ferienwohnung in Oberstaufen. Sie ist eine ideale Unterkunft für Familien und Naturfreunde, die die Tierwelt im Allgäu lieben. Wählen Sie eine komfortable Wohnung aus – etwa mit großzügiger Terrasse oder eigener Sauna. Dann wartet ein gemütlicher Rückzugsort auf Sie, wenn Sie sich nach der Tour durch die Allgäuer Bergwelt entspannen.

Möchten Sie noch tiefer in die faszinierende Tierwelt des Allgäus eintauchen? Nutzen Sie während der Urlaubssaison die tollen geführten Familien-Events im Naturpark Nagelfluhkette und buchen Sie jetzt Ihr perfektes Basislager bei Königshäuser Ferienwohnungen!