Die Ureibe bei Steibis
Titelbild: © Leo Schindzielorz – leofotografie.de
Die Ureibe bei Steibis – Deutschlands ältester Baum bei Oberstaufen
Es ist eine Sensation: Neue Untersuchungen haben ergeben, dass die Ureibe bei Steibis rund 1100 Jahre alt ist. Das bedeutet, dass sie seit dem Mittelalter an dieser Stelle wächst. Bei Ihrem Urlaub in Oberstaufen können Sie Deutschlands ältestem Baum am Seelekopf einen Besuch abstatten. Wandern Sie durch die herrliche Natur des Allgäus und staunen Sie über eine ungewöhnliche Eibe, die über 1000 Jahre überdauert hat.
Die Ureibe: eine wissenschaftliche Sensation am Hochgrat
Auf der Nordseite der Hochgrat-Bergkette wartet das Naturwunder auf Sie: die Ureibe bei Steibis. Vor vielen Jahrhunderten hat der bemerkenswerte Baum angefangen zu wachsen. Bis heute bildet er frische Triebe. Diese Eibe zählt zu den ältesten Bäumen Deutschlands – wahrscheinlich ist sie sogar der älteste überhaupt. Bei einer Wanderung rund um Oberstaufen und Steibis lädt die Ureibe zu einem faszinierenden Zwischenstopp ein. Planen Sie diesen auf alle Fälle ein. Die Ureibe bei Steibis: ein einzigartiger Baum, der für Naturfreunde aller Altersgruppen einen Besuch wert ist. Die Eigenheiten der Eibe machen sie zu einem interessanten Forschungsobjekt. Dass der Baum sehr alt sein muss, ist seit Langem bekannt. Zunächst wurde vermutet, dass die Eibe ein Alter zwischen 600 und 800 Jahren hat. Doch neue Untersuchungen lassen darauf schließen, dass der Baum noch einige Jahrhunderte älter sein muss. Ein über 1000-jähriger Baum, der immer noch lebt: Das ist eine wissenschaftliche Sensation.
Seit März 2026 ist die Ureibe offiziell Naturerbe. Als Datum der Ausrufung wurde der 18. Juni 2026 festgesetzt. Diese Auszeichnung wird vom Kuratorium Nationalerbe-Bäume verliehen. Auf diese Weise werden nur wenige Bäume in Deutschland geehrt. Sie ist besonders alten, charaktervollen Bäumen vorbehalten, die immer noch austreiben, frische Wurzeln, Blätter und Samen bilden. Sie prägen seit Jahrhunderten die Umgebung, in der sie stehen. Genau diese Merkmale zeichnen die Ureibe bei Steibis aus. Statten Sie diesem Naturwunder einen Besuch ab, wenn Sie in Oberstaufen einen Urlaub buchen. Auf einer erlebnisreichen Wandertour in der Bergwelt des Oberallgäus können Sie einen Abstecher zur Ureibe, Deutschlands ältestem Baum, einplanen.

Ein jahrtausendealter Überlebenskünstler, der Wissenschaftler überrascht
Lassen Sie den majestätischen Baum auf sich wirken, wenn Sie auf Ihrer Tour die Ureibe erreicht haben. Mehr als 1000 Jahre in dieser Umgebung zu überleben, ist eine erstaunliche Leistung. In und um Steibis gibt es mehrere sehr alte Bäume. Das weist darauf hin, dass die Pflanzenwelt in dieser Region sehr widerstandsfähig ist. Doch die Ureibe bei Steibis ist sicherlich etwas Besonderes. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es vor allem erstaunlich, dass sie das am Nordwesthang des Seelekopfs geschafft hat. Hier sind die Bedingungen eine echte Herausforderung. Die Temperaturen sind deutlich kälter als an der Südseite des Bergs. In den Wintermonaten muss der Baum mit wenig Sonne auskommen. All dem hat er getrotzt und beachtliche Maße erreicht. Sein Stamm hat einen Umfang von stattlichen 5,10 Metern. Auch dies ist ein bundesweiter Rekord. Seine Höhe beträgt etwa 6 m und sein Kronendurchmesser etwa 12 m.
Der ausdrucksvolle Baum zeigt eine Fülle unterschiedlicher Merkmale. Auf ersten Blick sehen Sie, dass die schwierigsten Witterungsverhältnisse von der Westseite kommen. Hier gibt es die meisten kahlen Äste. Doch dieser Teil des Baums übernimmt eine wichtige Funktion: Er schützt andere Teile vor Wind und Wetter. Diese sorgen dafür, dass die Eibe sich weiterentwickeln kann. Immer wieder regenerieren: Das ist das Geheimnis der Langlebigkeit dieses ungewöhnlichen Baums. An vielen Stellen bildet die Ureibe frische grüne Nadeln und Samen mit leuchtend rotem Samenmantel aus. Sie sind der Beweis für die vitale Kraft der Ureibe. Es finden sich auch neue Triebe und Wurzelschösslinge. Diese verbessern die Überlebenschancen der Pflanze erheblich. Durch das umfangreiche und flexible Wurzelsystem ist die Eibe fest im Boden verankert. Zudem kommt sie mit den wechselnden Witterungsbedingungen und dem kargen Boden besser zurecht. Der mächtige Stamm des Baums ist ausgehöhlt. Er wirkt wie der Eingang zu einem verborgenen Labyrinth. Wenn Sie Erinnerungsfotos machen möchten, sollte dieses Detail bei den Aufnahmen nicht fehlen.
Einmalige Wandertouren von Oberstaufen aus: So kommen Sie zur Ureibe
Für viele Besucher und Besucherinnen der Region ist die Ureibe bei Steibis fester Bestandteil ihrer Tourenplanung. Seit sie Naturerbe ist, kommen noch mehr Interessenten, um diesen ungewöhnlichen Baum und seine Eigenheiten kennenzulernen. Wenn Sie Ihren Urlaub in Oberstaufen verbringen, sind die Voraussetzungen für einen Besuch der Ureibe ideal. Steibis befindet sich im Süden der Marktgemeinde Oberstaufen. Der gesamte Ortsteil liegt im Naturpark Nagelfluhkette. Er ist das Eingangstor zum umfangreichsten zusammenhängenden Galtalpengebiet bundesweit. Ausgangspunkt für die Wanderung zur Ureibe bei Steibis ist die Talstation der Hochgrat-Seilbahn. Westlich davon finden Sie in etwa 100 m Entfernung einen steilen Weg, der Richtung Süden führt. Auf diesem wandern Sie zur Alphütte Unterlauchalpe. Sie liegt auf 996 m Höhe. Je nachdem, wie schnell Sie unterwegs sind, rechnen Sie zwischen 30 und 45 Minuten ein. Die Unterlauchalpe ist eine beliebte Jausenstation. Wenn Sie möchten, legen Sie hier eine Rast ein.
Es geht weiter auf dem Hochgrat-Weg in Richtung Obere Lauchalpe. Nach etwa 300 m sind Sie am Ziel. Auf rund 1100 Metern Höhe wartet die Ureibe auf Besucherinnen und Besucher Sie steht auf einer Alpwiese an einem abschüssigen, schattigen Berghang. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft befinden sich weitere Bäume und Gehölze. Die genauen GPS-Daten lauten N 47.499910, O 10.051850. Während der Almsaison ist es möglich, dass sich Rinder auf der Weide befinden. Dann empfiehlt sich rücksichtsvolles Verhalten, um die Tiere nicht zu irritieren. Nehmen Sie sich Zeit, um den Baum und die eindrucksvolle Berglandschaft des Allgäus zu bewundern. Danach kehren Sie gemütlich auf denselben Weg zurück. Wenn Sie anspruchsvollere Touren bevorzugen, können Sie über die Oberen Lauchalp bis zur Bergstation der Hochgratbahn aufsteigen.


Komfortable Entspannung nach der historischen Tour
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